Forex Daytrading

Was versteht man unter Forex Daytrading?

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Mit dem Begriff Daytrading oder auch Intraday-Trading wird das Durchführen von Handelsgeschäften im Börsenbereich innerhalb eines Tages mit dem Ziel des Ausnutzens kleinster Kursschwankungen bezeichnet. Derartige taggleiche Geschäfte sind im Prinzip in allen Börsenbereichen möglich: Egal ob es sich um Aktien, Derivate oder Währungen handelt – relevant ist immer der extrem kurze Zeitraum zwischen Kauf und Verkauf des entsprechenden Spekulationsobjektes.

 
Day-Trader versuchen aus kleinsten Preisänderungen Profit zu erzielen. Den sich bietenden Chancen stehen natürlich auch dementsprechende Risiken gegenüber. Die Möglichkeit hoher Gewinne ist genauso gegeben wie die immenser Verluste.

Aufgrund der Tatsache, dass sich der traditionelle Wertpapier-Handel genauso wie der Forex-Handel immer mehr auf das Internet verlagert, gewinnt diese Tradingvariante mehr und mehr an Bedeutung. Wie groß die Zeitspanne beim Intraday-Handel genau ist hängt von der eigenen Strategie und den gehandelten Objekten ab. Arbitragegeschäfte werden beispielsweise sehr häufig im Sekundenhandel abgewickelt.

Online Daytrading bedeutet einen unmittelbaren Zugang zum Wertpapier- und Währungsmarkt über spezielle Trading Plattformen, welche auch dem “kleinen” Privatanleger die Möglichkeit zum Intradayhandel und sekundengenauen Daytrades eröffnen. Im Zusammenhang mit diesem unmittelbaren Zugang ist in der Fachsprache oft auch von “direct access” die Rede.

War bisher die zeitnahe Spekulation an Forex- oder Aktienmarkt fest in amerikanischen Händen, gibt es heute auch immer mehr deutsche Broker und Onlinebanken, welche Daytrades ermöglichen. Grundsätzlich ist in diesem Zusammenhang zu sagen, dass die Transaktionskosten bei amerikanischen Anbietern in Form von Pauschalen pro Auftrag meist wesentlich geringer ausfallen als bei deutschen Kreditinstituten, da diese oft mit prozentualen Provisionen arbeiten. Dies kann beträchtliche Kostenunterschiede bewirken und man sollte die verschiedenen Forex-Broker daher ganz genau vergleichen.

Der zeitnahe Handel an der Börse kommt – wie sich unschwer erahnen lässt – ursprünglich aus dem Wertpapierbereich. Mit der zunehmenden Bedeutung des Forex Trading nimmt Daytrading heute auch im Währungsbereich eine wichtige Rolle ein. Der größte Handelsplatz der Welt mit seinen ständigen Schwankungen bietet natürlich geradezu ideale Voraussetzungen für sekundengenaue Daytrades. Wer neu im Geschäft ist, sollte sich am Anfang aber am besten mit den entsprechenden Grundlagen vertraut machen. Nur wer den Unterschied zwischen professionellem Day Trading und reinem “Zocken” verstanden hat, wird langfristig Erfolg haben.

Intraday-Handel ist – wie bereits angemerkt – vor allem durch sehr geringe Bewegungen mit recht großen Auswirkungen gekenzeichnet. Die vielfache Auswirkung resultiert aus dem Einsatz von Hebeln. Von der Finanzierungsseite her betrachtet sieht das Ganze so aus, dass Teile der Käufe durch die Aufnahme kurzfristiger Kredite ermöglicht werden (”Margin”). Der Einsatz von Hebeln ist deswegen notwendig, da Intraday-Handel bei normalem Kauf und Verkauf nicht mehr interessant wäre, da die hohen Transaktionskosten die kleinen Gewinne fast immer “auffressen” würden. Der Hebeleinsatz involviert natürlich ein entsprechend vermehrtes Risiko, was bedeutet, dass ein durchdachtes Risikomanagement von besonderer Wichtigkeit ist.

Das Ganze funktioniert im Prinzip nicht anders als der “normale” Forexhandel. Der Anleger bildet ein Währungspaar, entscheidet sich für einen (besser nicht zu hohen) Spekulationshebel und kauft bzw. verkauft dann die gewählten Währungen mit dem Ziel, von den auftretenden Kursschwankungen zu profitieren. Beim Online Daytrading ist nur der entsprechende Spekulationszeitraum geringer als bei langfristig angelegten Währungsgeschäften.

Daytrades bieten wie gesagt enorme Chancen, aber auch entsprechende Risiken. Neben dem erwähnten Spekulationsrisiko soll ein weiterer Nachteil an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben: Vom steuerlichen Gesichtspunkt her sind kurzfristige Spekulationen deswegen eher zu vermeiden, da Gewinne aus Verkäufen, die innerhalb eines Jahres nach Kauf erzielt werden, komplett versteuert werden müssen.